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NIEDERKRÜCHTENER HEIMATPOST

 Die aktuelle Online-Zeitung des HEIMAT- UND KULTURVEREINs
der Gemeinde Niederkrüchten – HKV

 Ausgabe 11 - 2. Halbjahr 2016

  

Durch Scrollen haben Sie in dieser Ausgabe bequemen Zugriff auf folgende Rubriken:

AUSBLICK  -  RÜCKSCHAU -  EINST UND JETZT -  HKV-MITTEILUNGEN

 


 

♦   AUSBLICK auf kommende HKV - Veranstaltungen

 


 

Sa., 3.September

Radwanderung nach Wassenberg

 

Treffpunkt: 8:30 Uhr, Oberkrüchten, Parkplatz Kirchstraße

 

Von der Plattform des Bergfrieds in Wassenberg  aus gibt es zunächst einen Blick ins Rurtal und die übrige nähere und weitere Umgebung. Anschließend ein Stadtrundgang unter historischem Aspekt. Mittagspause mit der Möglichkeit zur Stärkung und danach eine Wanderung durch das Judenbruch, ein historischer Landschaftspark, inspiriert durch Fürst Pückler und Goethes Wahlverwandtschaften.

Anmeldung zum Zweck der Planung ist bis zum 25.08.2016 erwünscht.

Die Fahrtstrecke liegt bei 40 km.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Führung durch Wassenberg erfolgt durch Herrn Becker, Vorsitzender des dortigen Heimatvereins.

Rückkehr ist am späteren Nachmittag.

Leitung: Hans Mankau, Anmeldung + Auskunft unter 02163 / 984462,

Mail: hansmankau@t-online.de


 

So., 20. November

Mundart-Lesung bei Kaffee und Kuchen im Mühlrather Hof bei Langer. Leitung: AK-Mundart mit Dr. K-H. Achten, H. Böken, Ch. Bors, T. Götz, M. Peters.

Beginn: 16:00 Uhr. Der Eintritt ist für Mitglieder des HKV frei! (Es folgt eine gesonderte Einladung.) Die Lesung ist öffentlich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 


  


 


 

♦   Illustrierte RÜCKSCHAU auf  HKV-  und andere Veranstaltungen 

 

             

 

 

 Übersicht 2016:

 

  

    

 07 - 13.08.2016

 Radtour zu den Orgeln der Gemeinde Niederkrüchten

 Bericht: siehe weiter unten                                  Fotos: hier klicken

10.-17.07.2016

 Radwanderung "100 Jahre nach dem 1. Weltkrieg: Von den Schlachtfeldern von Verdun entlang der Maas nach Niederkrüchten"

Bericht weiter unten

 06 - 08.07.2016

 Radtour zum Galgenring und Betriebsbesichtigung der Fa. Bio Energo 

Bericht : siehe weiter unten                                  Fotos: hier klicken

 05 - 21.06.2016

 Dr. Karl Heinz Achten erhält den Rheinlandtaler

Bericht: siehe weiter unten             Hier ein Bericht der Rheinischen Post

 04 - 21.05.2016

 Der HKV beim Europäischen Golfclub Elmpter Wald

Bericht: siehe weiter unten                                   Fotos: hier klicken

 03 - 23.04.2016

 Besuch der Freiwilligen Feuerwehr in Elmpt

Bericht: siehe weiter unten                                   Fotos: hier klicken

 02 - 16.04.2016

 Eine besondere Führung durch den Aachener Dom.

Auf der Hinfahrt genießen wir vom Indemann-Turm die prächtige Aussicht

in unsere niederrheinische Landschaft.                   Fotos: hier klicken

 01 - 09.04.2016

 "Dat joav et noch nii" - Großer Mundartabend in Wegberg mit Beiträgen

von Trude Götz und Margret Peters

Bericht: siehe weiter unten                                  


07  Radwanderung zu den Orgeln in unserer Geimeinde

 

Für den Heimat- und Kulturverein Niederkrüchten hatte Hans Mankau eine Fahrradtour zu den Kirchenorgeln in der Gemeinde Niederkrüchten organisiert. Begleitet wurden die fast 40 Teilnehmer von Pastor Alexander Schweikert und Bürgermeister Kalle Wassong. Einleitende Worte zu den einzelnen Orgeln sprach der Organist Volker Mertens, der auch die Orgeln bespielte.

 

Erster Treffpunkt war die Laurentiuskirche in Elmpt.  

 

 

andächtige Zuhörer in St. Laurentius-Elmpt (Foto: W.Tiskens)

 

Hier spielte Mertens Sinfonia aus Te Deum von Jean Baptiste Lully, Andante von Mendelssohn Bartholdy und Toccata & Fuge d-moll von J.S. Bach. Das kleine Konzert wurde mit Begeisterung aufgenommen.

Wegen einer anderen Verpflichtung konnte Mertens nicht in der Kapelle des Altenheims in Elmpt und in der Kapelle An der Heiden in Overhetfeld spielen. Hier hatte Tony Schoenmackers die Bespielung übernommen, die bei den Zuhörern ebenfalls großen Beifall auslöste.  Das  Orgelspiel in  der evangelischen Kirche in Elmpt musste wegen Umbauarbeiten ausfallen.

 

 

Toni Schoenmakers an der Orgel in "Maria an der Heiden" Overhetfeld (Foto: H. Postertz)

 

Wegen einer  Taufe in der Kirche St. Martin in Oberkrüchten ergab sich eine Zeitverschiebung. Deshalb wurde der Besuch der Wachholderheide im Elmpter Bruch eingeschoben. Hier konnten sich die Teilnehmer vom Aussichtsturm die blühenden Heide in unserer wunderschönen Heimat betrachten.

Von dort ging die Fahrt nach Oberkrüchten, wo Volker Mertens wieder das Orgelspiel übernahm. Es wurden die Stücke Grand Choeur aus „Josua“ von Haendel,  Cantilene von Theodore Dubois und Festival Toccata von Percy Fletcher vorgetragen. Auch hier gab es viel Beifall.

Die letzte Station war dann die Kirche St. Bartholomäus Niederkrüchten. Hier erläuterte Pastor Schweikert die gelungenen Veränderungen in der alten Kirche, die durch den Einbau der neuen Orgel erforderlich waren.

Mertens stellte dann die neue Orgel vor und erwähnte besonders den dort eingebauten Gong. Er spiele mit großer Begeisterung die Stücke: Bataglia für spanische Trompeten von Juan Cabanilles, fünf Stücke für eine Floetenuhr von J. Haydn,

die Prozession von J.M. Le Blanc und Toccata aus „Symphony Gotique“ von Leon Boellmann.

Wegen des großen Beifalls spielte Mertens als Zugabe noch: Einzug der Koenigin von Saba aus G. F. Haendels Oratorium „Solomon“.

Gegen 17.30h endete die „Orgeltour“, und alle Teilnehmer bekundeten, einen wunderschönen Tag gehabt zu haben.

 

Hermann Böken

 

 

100 Jahre nach der großen Schlacht von Verdun 1916

Eine einwöchige Reise des Heimat- und Kulturvereins Niederkrüchten (HKV) in die Vergangenheit.

 

Im Gedenken an die große Schlacht von Verdun unternahm der HKV eine Fahrradtour entlang der Maas von Verdun (Frankreich) über Belgien und die Niederlande nach Niederkrüchten. 10 Teilnehmer haben diese 525 km lange Tour mitgemacht.

 

Wenn man im Beinhaus von Verdun steht, unter dem die Knochen von 130.000 Soldaten des 1. Weltkrieges begraben liegen, ist man zunächst einmal sprachlos. Im Haus sind die Grabplatten gefallener Soldaten z. B. * 17.05.84 +30.07.16 zu sehen. Da denkt man: das könnte mein Kind sein. – Das Weglassen des Jahrhunderts macht die Angabe sehr aktuell. Dieser wahnsinnige Krieg, der nicht der letzte, nicht der größte, aber von den Franzosen der große Krieg genannt wird, wird lebendig. Die ganze Landschaft ist von Einschlagtrichtern bis heute gezeichnet. Einige Ortschaften zum Beispiel Fleury devant Douaumont sind für immer verschwunden. Eine hügelige Wiese mit einigen Wegen und einer Kapelle zeigt dem Besucher, dass hier einmal 500 Menschen gelebt haben. Aber der Krieg hat das Dorf hin- und hergeworfen – mal war es deutsch, dann wieder französisch und am Ende nicht mehr.

Im Beinhaus wurde ein Film über die Kämpfe gezeigt. An 300 Tagen verloren 1.000 Soldaten täglich ihr Leben. Die Geländegewinne oder Verluste betrugen täglich teilweise nur 20 oder 30 Meter, kosteten aber 1000 Menschenleben. An diesen 300 Tagen verloren 300.000 Soldaten ihr Leben. Nach diesem Film waren wir alle stumm und so beeindruckt. Alle waren der Meinung, dass bei uns die Klassenfahrten der Schüler vor der Schulentlassung dorthin führen müssten, damit unserer Jugend der Wahnsinn eines Krieges vor Augen geführt wird.

Beeindruckt waren wir von der Freundlichkeit, mit der wir überall begrüßt wurden. Frankreich und Deutschland sind nach einer langen Geschichte Freunde geworden. Das wird am Beinhaus auch dokumentiert, wo Kohl und Mitterand bekennen“ Wir haben uns verziehen – wir sind Freunde geworden“. Auf dieser Radtour wurde das nicht nur in Verdun immer wieder deutlich.

 

Über Dun sur Meuse erreichten wir Sedan, wo wir in der Festung übernachteten, die zu einem Hotel umgebaut worden ist. Die Maas fließt hier gemächlich in einem weiten Tal. 

Unsere nächste Station war die Doppelstadt Charleville-Mezière. Es war der 13. Juli. Am Abend begannen die Vorfeiern zum Nationalfeiertag. Wir tanzten zu Chansons auf dem Marktplatz und wurden uns der drei französischen Werte „Freiheit Gleichheit Brüderlichkeit“, die inzwischen mit unseren Werten Einigkeit und Recht und Freiheit zu den wichtigsten Werten in Europa geworden sind, bewusst. Das Feuerwerk zu Mitternacht war so fröhlich und ausgelassen, und wir erfuhren erst am nächsten Tag vom Attentat in Nizza. Uns wurde bewusst – auch wir standen an der Maas an einer engen Straße ohne Ausweichmöglichkeiten; doch Angst ist ein schlechter Ratgeber.

 

Dann ging es durch die Ardennen. Wir folgten den Maasschleifen durch das Mittelgebirge. Die Landschaft erinnert an den Mittelrhein in einer weitgehend unberührten Natur. Auf der Maas begleiteten uns Freizeitboote. In Givet, dem nördlichsten Zipfel an der Grenze zu Belgien feierten wir ein zweites Mal den 14. Juli mit den Franzosen. Es ist wieder sehr ausgelassen gefeiert worden. Die Menschen zeigen, dass die Ereignisse von Nizza uns die Freiheit nicht nehmen können, wenn wir das nicht zulassen.

 

Jetzt folgte der belgische – besser wallonische Teil der Maas. Über Dinant und Namur ging es durch den französischsprachigen Teil Belgiens. Das Tal war weiterhin malerisch aber der Radweg wurde von Straßenverkehr begleitet. Am Ende des Tages übernachteten wir wieder in einem Schloss in Thiange – neben dem bekannten Atomkraftwerk. Nachts blinken die roten Lichter am Kühlturm durch die Nebelschwaden.    

Am vorletzten Tag verließen wir die Maas; der Radweg führte über Tongeren nach Visé vor Maastricht. Die weiteste Strecke (112km) führte über Maastricht am letzten Tag nach Niederkrüchten zurück.

An allen Tagen war Verdun präsent. In jedem Ort fanden wir Gedenkstätten an die Gefallenen der beiden Weltkriege. Der deutsch-französische Krieg 1870 und zwei Weltkriege haben nach vielen Millionen Toten den Weg in ein neues Europa geebnet. Es war ein langer Weg über viele Generationen der uns die Tour erst ermöglicht hat. Man stelle sich die Soldaten - ob aus Deutschland, Frankreich, Kanada, USA, Belgien, Australien, Neuseeland und vielen anderen Ländern vor. Was fühlten sie beim Marschbefehl nach Verdun? Wir konnten einfach hinfahren, haben vier Landesgrenzen und drei Sprachgrenzen überschritten. Diese Selbstverständlichkeit sollten wir nicht vergessen. In Freiheit können wir und alle befreundeten Mitglieder der EU und anderer Länder leben und frei bewegen.

 

Im August 2016

Dr. Josef Elixmann

 

 

06  Radtour zum Galgenring - Betriebsbesichtigung der Fa. Bio Energo 

 

Radwanderung zum Galgenring, Firma Bio-Energo und Heimatstube Waldniel

am 8.7.2016

 

Fotos: hier klicken

 

Teilnehmer:

28 Radfahrer, 13 Teilnehmer ab Lindbruch, Niederkrüchten und 15 ab d’r Märet, Elmpt. 

Wetter:

Schönes frühsommerliches Wetter bei rund 22°, ohne störende Winde. 

Dauer

Abfahrt am Lindbruch um 12:30 Uhr und gleichzeitig ab Elmpt. Zusammentreffen am Wanderweg unterhalb des Ertekamp. Rückkehr um 19:30 Uhr. 

Strecke

Strecke vom Lindbruch bis Abschluß bei Café Kännchen 26 km. 

Tourverlauf:

Ich startete mit den Teilnehmern aus Elmpt nach Abklärung der Teilnehmerzahlen mit Hermann Böken für Bio-Energo, kurz nach der angesagten Zeit. Das Treffen beider Gruppenteile aus Niederkrüchten und Elmpt am Ertekamp klappte prima. Über den Wanderweg ging es zum Galgenring, der ersten Station. Wir hielten an der Stelle an, von wo aus man zu dem Galgenring gelangen konnte. Hermann Böken und ich gaben Erläuterungen zu dieser früheren Gerichtsstätte ab. Den Ring selbst suchten wir aber nicht auf. Er befindet sich gut 60 m vom Weg aus im Gelände. Man begnügte sich aber mit den Erläuterungen vom Weg aus.

 

Danach fuhren wir weiter Richtung Gewerbegebiet Weihersfeld, zum Zweigbetrieb der Fa. Bio-Energo. Dabei fuhren wir über den Groutenweg, um eine Straßenquerung zu vermeiden. Über das Gelände der früheren Papierfabrik erreichten wir Weihersfeld und dort Fa. Bio-Energo. Hier erwartete uns Frau Schmidtke zusammen mit einem leitenden Kollegen aus der Produktion und stellte uns das Unternehmen, seine Geschichte, seine Sparte und seine Produkte früher und heute vor. Das Unternehmen entstand 1946 mit der Herstellung von Haarpflegemitteln und produziert heute Hautkosmetika, wie Schutzlotionen und Crèmes, auch sehr viele Produkte und Hilfsprodukte für andere Marken und Hersteller von Körperschutz und –hilfsmitteln, wie Gleitmitteln für Kondome auf Silikon-Basis. Die Vorstellung erfolgte im Tagungs- und Mehrzweckraum.

 

Dann ging es in den technischen Bereich, nicht aber ohne einige Schutzvorkehrungen: für jeden eine Haube zur Abdeckung der Haare und Überzieher für die Schuhe. Dann ging es ins Labor, wo auch Zentrifugen und Rührgeräte für die Produktion standen. Nach anschaulicher Beschreibung der Herstellungsbedingungen und Prozesse, wurden wir in die Abfüllung geführt. Hier bekam dann auch jeder ein kleines Fläschchen Pjur Original. Dann gab es noch einen Blick ins Lager.

Dann ging es mit den Rädern weiter nach Rüsgen, Schwalmtal zum Hauptwerk. Dazu fuhren wir auf der früheren Trasse der „Klimp“ bis direkt an den Betrieb. Vom Borner See kamen wir über Kranenbruch und Pletschweg wieder auf die Trasse der „Klimp“. Frau Schmidtke und ihr Kollege waren bereits vor Ort, als wir ankamen. Auch hier ging es in den Produktionsbereich. Dort erfuhren wir einiges über die Bedingungen der Herstellung von Emulsionen, ob fett- oder wasserbasiert, dass auch benötigtes Wasser nicht ohne Aufbereitung verwendet werden könne. Wichtig ist wohl, die Salze zu entziehen, wenn denn die erzeugtet Emulsion stabil sein soll. Der Apparat für diese Herstellung: ein riesen Mixer, in dem dann auch noch ein Unterdruck erzeugt werden kann. Auch unterschiedliche Temperaturen sind je nach zu erzielendem Produkt zu beachten.

 

Der Höhepunkt war dann eine Versuchsanordnung auf einem rollbaren Tisch, die der Mitarbeiter für Frau Schmidtke aus dem Laborraum zu uns im Produktionsraum holte. Auf dem Tisch befanden sich eine Reihe von Gefäßen mit verschiedenen Substanzen und einige Becher und Besteck, um so ein paar überraschende Dinge zu machen. Frau Schmidtke mischte dann mal diese und jene Substanzen zusammen und erzeugte damit aus wässrigen Zutaten mit einigem Anderen eine mal etwas festere oder cremigere Masse und gab ihr mit weiteren Zutaten mal diese und jene Farbe. So langsam bekamen dann auch mehrere aus unserer Gruppe zunehmend Spaß am Experimentieren und schlugen vor, mal dies oder jenes ins Laborglas zu kippen. Es hatte den Anschein, dass das noch länger Spaß gemacht hätte, als ich vorschlug, es für diesen Tag gut sein zu lassen, denn wir würden ja auch noch in der Heimatstube Schwalmtal erwartet.

 

So bedankten wir uns mit lebhaftem Beifall für die interessante, schöne und unterhaltsame Führung, bekamen noch jeder eine Tube „Erste Sahne“ (ein Produkt des Eigenvertriebs) überreicht und verabschiedeten uns mit den besten Wünschen.

 

Wir fuhren dann durch den Kaiserpark zur Niederstraße, wo sich die Waldnieler Heimatstube in der früheren Kaplanei befindet. Man hatte sich beeindruckend auf unseren Besuch vorbereitet. Herr Klaus Müller empfing uns an der Haustür, führte uns hinein, erzählte schon im Wohnraum unten rechts vieles über das Leben im früheren Waldniel, was dort durch Exponate dokumentiert war. Im Raum hinten links im Erdgeschoß, konnten wir einem Heimatfreund bei Weben am Handwebstuhl über die Schultern sehen. Herr Müller führte uns auch noch durch die Räume des Obergeschosses. Im Zimmer vorne rechts von der Treppe aus, erinnern mehrere große Bilder an die Familie Rossbach. Bartholomäus Rossbach, ein reicher Unternehmer aus Wuppertal, hatte die Freiin von Roth geheiratet, über die er in den Besitz des Haus Klee gelangte. Sein Sohn konnte das Anwesen wohl nicht halten und so konnte Kommerzienrat Kaiser, der mit seiner Frau Kaiser’s Kaffee gründete, das Anwesen erwerben und es zu seinem Alterssitz ausbauen.

 

Beim Abschied von der Heimatstube überreichte Herr Müller Hermann Böken sogar noch einige heimatkundliche Bücher aus einer Auswahl und dann machten wir uns auf die letzte Etappe dieser Tagestour, zum Café Kännchen. Hier kamen wir gegen 17:30 Uhr an und verweilte noch bis gegen 19:30 Uhr. Dabei waren wir noch 17 Leute.

 

Zusammenfassung:

Die Teilnehmer waren offensichtlich alle von der Tour angetan.

 

Hans Mankau

Niederkrüchten, den 11.7.2016


 

 

05  Dr. Karl Heinz Achten  erhält den Rheinlandtaler

 

Der Rheinlandtaler

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat den Rheinlandtaler im Jahre 1976 für herausragende Verdienste um die „landschaftliche Kulturpflege" gestiftet. Die Stiftung des Rheinlandtalers stellt für den LVR als Träger landschaftlicher Kulturpflege eine außerordentliche Auszeichnung dar, mit der die aktive Mitarbeit engagierter, ehrenamt­lich tätiger Bürgerinnen und Bürger gewürdigt wird. Die Kulturpflege des LVR ist in hohem Maße auf ihre Information, Unterstützung und praktische Mitwirkung angewiesen. Bis 1992 wurden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich in der Denkmal- und Bodendenkmalpflege, in der Archiv- und Museumspflege, in der Landesgeschichte, Volks­kunde, Mundartpflege und Sprachgeschichte, in der Naturkunde und im Naturschutz ehrenamtlich besonders verdient gemacht haben.

Hinzu kam seitdem ein Personenkreis, der sich in besonderer Weise, anregend oder fördernd, um die kulturelle Entwicklung und Bedeutung des Rheinlandes Meriten erworben hat. Seit März 1996 können auch Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich für das multinationale Zusammenleben und das friedliche Miteinander zwischen einzelnen Völkergruppen auf kulturellem Gebiet im Rheinland engagiert haben. Außerdem wird die Ehrung auch Persönlichkeiten aus dem benachbar­ten Ausland zuteil, deren grenzüberschreitende Verdienste um den gemeinsamen Kulturraum von herausragender Bedeutung sind. Über die Verleihung des Rheinlandtalers entscheidet der Kulturausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland nach Vorbereitung in einer Auswahlkommission.

 

 

 


 

04  Der Heimat- und Kulturverein Niederkrüchten (HKV) zu Besuch beim „Europäischer Golfclub Elmpter Wald“.  (Fotos hier)

 

60 Mitglieder des HKV hatten sich am Samstag dem 21. Mai 2016 eingefunden, um das Gelände des Golfclubs auf dem ehemaligen Flugplatzgelände in Elmpt zu besichtigen. Geschäftsführer Werner Tiskens vom HKV und der Präsident des Golfclubs Dr. Helmut Küster hatten diese Veranstaltung organisiert.

Nach der Begrüßung gab Dr. Küster einen Überblick über den Club von der Gründung bis heute. Er betonte die besondere Vielfalt von Flora und Fauna in der fast unberührten Naturlandschaft des Elmpter Waldes. Der Platz war ursprünglich von dem 1954 gegründeten „Royal Air Force Golfclub Bruggen“ betrieben worden. Der neue Golfclub ist 2006 gegründet worden, nachdem der Abzug der britischen Streitkräfte beschlossen war. Dr. Küster wies mit großem Stolz auf die wohl in Deutschland einzigartige Anlage in der Wald-Heidelandschaft und der engen Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) hin und betonte, dass hier Golf als Volkssport zu erschwinglichen Preisen betrieben werde.

Nach einem Rundgang über einen Teil des Platzes, bei dem die Funktion des Golfens erklärt wurde und auch Golfer beobachtet werden konnten, wurde den Teilnehmern erst klar, welch eine herrliche Anlage in unserer schönen Heimatgemeinde vorhanden ist. Für die Teilnehmer hatte der Club ein „Schnupper-Golf-Programm“ vorbereitet.

Dazu wurden die Teilnehmer in 3 Gruppen aufgeteilt, die  jeweils von einem Trainer betreut wurden. Ihnen wurde der Umgang mit Ball und Besteck gezeigt. Alle Teilnehmer hatten nun  zwei Stunden lang Gelegenheit, einige Probeschläge im „Weitschlag“ oder beim „Putten“ zu machen. Hiervon wurde auch von fast allen Teilnehmern Gebrauch gemacht. Beim „Einputten“ erwies sich Gertrud Kaumanns als Talent. Mit Kennerblick stellten die Trainer besondere Fähigkeiten fest und boten einen Schnupperkurs an.

Zum Abschluss gab es Kaffee und Kuchen im Clubhaus, wo dann auch noch offene Fragen von Dr. Küster beantwortet wurden. Er wies auch auf die Möglichkeit von Einzelbesichtigungen hin.

Der Vorsitzende des HKV, Hermann Böken, bedankte sich bei den Organisatoren für die gelungene Veranstaltung des „etwas anderen Golfclubs“ und dafür, dass den Teilnehmern ein Stück „Heimat“ näher gebracht wurde, das man so nicht kannte. Als kleines Dankeschön sagte er dem Präsidenten eine Flasche Mispellikör aus eigener Herstellung zu.

Auf der Heimfahrt wurde über die gelungene Veranstaltung noch lange diskutiert. Auch bei der Einkehr in der „Tenne“ war es das einzige Thema. Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung.


 

 

03 Besuch der Freiwilligen Feuerwehr in Elmpt (Fotos hier)

  

Retten-Bergen-Löschen-Schützen

Am Samstag, dem 23. April 2016, war der Heimat- und Kulturverein Niederkrüchten zu Gast bei der Freiwilligen Feuerwehr. Nach der Begrüßung durch den Leiter der Feuerwehr Andre Erkens und Löschzugführer von Elmpt Frank Smets folgte ein Streifzug durch die Geschichte des Feuerwehrwesens der Altgemeinden Elmpt und Niederkrüchten bis in die Neuzeit.

Die anschließende Vorführung der Fahrzeuge, wobei einige Fahrzeuge für diese Präsentation eigens aus Ober- und Niederkrüchten nach Elmpt beordert wurden, ließen die wenigen Besucher staunen. Der Geschäftsführer des HKV, Werner Tiskens, zeigte sich enttäuscht über das mangelnde Interesse der Bevölkerung an dieser Veranstaltung. Dennoch waren alle Besucher erstaunt über die Vielfalt der technischen Geräte die so ein Fahrzeug mit sich führt welche natürlich von den Feuerwehrkameraden beherrscht werden muss. Als Beispiel sei hier die Wärmebildkamera angeführt, mit dessen Hilfe können in verrauchten Räume Menschen aufgespürt oder Brandnester geortet werden.  Es folgte eine eindrucksvolle Demonstration der Feuergefahr im Haushalt. An einem Modell wurde gezeigt was passiert wenn man versucht eine in Brand geratene Fritteuse mit Wasser zu löschen. Eine immens hohe Stichflamme war das Ergebnis. Ein weiterer Höhepunkt an diesem Nachmittag war die technische Hilfeleistung der Feuerwehr. Wer wollte, konnte an einem bereit gestellten Fahrzeug die Rettungsschere oder den Spreitzer ausprobieren. Dabei zeigte sich, dass der Umgang dieser Hilfsmittel gar nicht so einfach ist. Nicht umsonst werden viele Stunden investiert um den Umgang zu üben. Tiskens war der Meinung, dass die Leistung der 120 Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren nicht hoch genug anerkannt wird. Jährlich wird die Feuerwehr der Gemeinde zu mehr als 140 technischen Einsätze und zu mehr als 70 Bränden gerufen. Entsprechend der unterschiedlichen technischen Ausstattung der Fahrzeuge werden diese dann zielgerichtet eingesetzt.

Mit vielen neuen Erkenntnissen und tief beeindruckt vom Wissen und Sachverstand sowie vom Engagement der Feuerwehrkammeraden, bedankte sich Werner Tiskens beim Leiter der Feuerwehr und beim Löschzugführer von Elmpt mit einem Buchgeschenk für diese überaus gelungene Veranstaltung.

Text: Werner Tiskens

 

 


 

01  Mundartabend im Wegberger Forum

 

 

Wegberg. Das bewies der große Platt-Abend mit dem Titel "Dat joav et noch nii", zu dem der Historische Verein Wegberg versierte Mundartsprecher aus der Stadt und den Nachbarorten eingeladen hatte. Sie alle repräsentierten die große Vielfalt. Von Johanna Küppers

Bei einem Mundartabend im Forum Wegberg haben am Samstagabend rund 350 Gäste ein Zeichen gegen das Aussterben der Mundart gesetzt. Nationale Traditionen werden im Zuge der Globalisierung immer häufiger übergangen. In Zeiten, in denen Kinder Englisch als zweite Muttersprache sprechen können sollten und dazu noch Französisch oder Arabisch, bleibt wenig Platz für lokale, deutsche Dialekte. Der Abend in Wegberg aber bewies, die Mundart lebt - und das nicht nur innerhalb der älteren Generationen.

Initiiert wurde der Abend mit dem Titel "Dat joav et noch nii" durch den Historischen Verein Wegberg. Der Vereinsvorsitzende Karl Küppers bekam Unterstützung von Künstlern aus der Region, unter anderem von Musiker Georg Wimmers und dem ehemaligen Lehrer Theo Schläger.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch ebendiesen mit einem Stück, das er eigens für den Abend komponiert hatte. Schläger sang darüber, dass Platt nicht nur an diesem Abend lebendig sei und dass die Muttersprache der Rheinländer nie vergehen darf.

Mundart beschäftigt auch junge Menschen: Die Kindergärten St. Peter und Paul Wegberg und Rabennest aus Harbeck präsentierten zwei Lieder auf Plattdeutsch. Passend zu den Liedzeilen von "Suat e Ääpke op et Treppke" und "Jeder kallet Platt" brachten sie Requisiten mit auf die Bühne und schlüpften in Rollen etwa eines Bürgermeisters oder eines Elternpaars mit Kinderwagen.

Der Heimatverein Wegberg brachte "flotte Sprüek öm Flaas un Trachte" mit und gewährte dem Publikum einen Einblick in die alte Trachtentradition. "An der Tracht des Gegenübers kann man so viel ablesen", erklärte Klara Schloemer, "sowohl die gesellschaftliche Funktion, als auch den Beziehungsstand." Das Vereinsmitglied sagte, dafür brauchte man damals kein Handy oder Tablet.

Die Veranstalter hatten weit über den eigenen Tellerrand hinausgeschaut und Mundartfeunde aus der Großregion eingeladen, die den Facettenreichtum der Mundart unterstrichen. Uns so erfreuten Mitglieder vom Heimat- und Kulturverein Niederkrüchten, vom Klängerklub Elmpt, von den Heimatvereinen Erkelenz und Wassenberg die Zuhörer ebenso wie die Chorgemeinschaft Cäcilia Katzem-Lövenich.

Der Chor präsentierte nach der Pause vierstimmig und mit der Unterstützung von Markus Forg das Lied "Ech händ ä Droom". Zwischen den Beiträgen wurden Fotos aus der Region mit dazu passenden Gedichten auf Plattdeutsch gezeigt.

Dabei war das Publikum wohl zweigeteilt: Der Großteil erinnerte sich an Tage, an denen jeder Plattdeutsch sprach. Ein kleinerer Teil, bestehend aus zugezogenen Partnern oder Freunden, hat schlichtweg keinen Satz verstanden.

Doch immer wieder kam es an dem Abend zu Momenten, an denen das Publikum einbezogen wurde. Karl Bertrams beispielsweise war fast am Ende seines Vortrages angekommen, als er abrupt stoppte. Er hielt inne, überlegte kurz und fragte dann ins Publikum, ob jemand seinen letzten Satz übersetzen könne. Einige Hände hoben sich, doch eine Frau am rechten Rand war die Schnellste. Sie sprang auf und verkündete die Antwort - natürlich lag sie richtig.

Quelle: RP

Heimat und Kulturverein Niederkrüchten 1975 e.V.  | info@heimatverein-niederkruechten.com